ECT: Verhindern Sie die Neuinstallation des Klimakillervertrages!
» Petition Attac Österreich, » Petition Attac Deutschland, siehe auch: ISDS.
Die EU plant, daß Methoden der neuen Gentechnik wie CRISPR/Cas in Zukunft in der EU keiner Kennzeichnungspflicht mehr unterliegen sollen. Auch bei CRISPR/Cas werden wie bei der 'traditionelllen' Gentechnik Gene aus dem Erbgut ausgeschnitten oder eingefügt. Wenngleich CRISPR/Cas zielgenauer ist, so liegt die off-target Quote von unerwünschten Mutationen laut Wikipedia immer noch bei rund 50%. Weiters wissen wir noch nicht annähernd genug über Genloci und die Interaktionen zwischen Genen um zuverlässig und punktgenau Änderungen mit planbaren Effekten anzubringen.
So wurde den Unterzeichnern eines Konsultations-Fragebogen seitens der EU nicht einmal die Möglichkeit gelassen, über eine allfällige Kennzeichnungspflicht der sog. NGT abzustimmen. Weiters war der Fragebogen voll von irreführenden Nachhaltigkeitsversprechen, die NGT würde schädlings- und klimaresistente Sorten hervorbringen. Dieses Versprechen hat bereits die bisherige Gentechnik nicht oder überhaupt nicht erfüllen können. Global 2000 schreibt in den Global News 2/2022, daß 6 von 16 Sorten in der NGT Pipeline auf Pesitizidresistenz getrimmt werden und nur zwei davon gegen Schädlings- und Pilzbefall (wie es diese Versuche auch schon bei der traditionellen Gentechnik gab). Keine einzige der neuen Sorten wird gegen Dürre oder Frost resistent sein. Wohin Pestizidresistenzen führen ist schon von Glyphosat bekannt: zu Resistenzen und immer steigendem Spritzmitteleinsatz. Daß die neue Gentechnik (NGT) also zum Klimaschutz oder wenigstens der Wappnung gegen den Klimawandel dienlich wäre, ist also nichts als eine blanke Lüge. Im Gegensatz zu einer weiteren Industrialisierung der Landwirtschaft würde eben genau ein umweltverträglicherer Anbau gegen den Klimawandel helfen.
Global 2000 hat eine Petition gegen die Aushebelung der Risikoprüfung und für die Beibehaltung der Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung von gentechnisch manipulierten Pflanzen gestartet: zur Petition von Global 2000
Stevens Hausarrest hatte am 25.April geendet. Er kann jedoch seine Verteidigungsarbeit für die Menschen von Ecuador, die von einer vorsätzlichen, großflächigen Ölverpestung im Amazonas betroffen sind und an Krebs sterben, nicht fortsetzen. Sein Reisepaß wurde ihm vor dem Hausarrest abgenommen und nun weigert sich das Gericht diesen zurückzugeben. Steven hat nur seine Pflicht als Anwalt getan und er braucht eine 100%ige Wiederherstellung seiner Rechte, was eine Löschung seiner Strafe, das Recht ins Ausland zu reisen um seine Klienten zu treffen und das Recht der Berufsausübung als Anwalt miteinschließt. Wie es derzeit aussieht ist er zum Bürger zweiter Klasse degradiert, darf nicht verreisen und auch nicht seinen Beruf ausüben. Es kann nicht sein, daß er für seinen Lebensunterhalt von Spenden abhängen würde. Die erste privat durchgeführte Strafverfolgung der Geschichte hat zur selbstgerechten Selbstjustiz des Ölkonzerns Chevron geführt und muß daher als illegitim und untragbar bezeichnet werden.
Gute Nachrichten aus Australien: Das klimaleugnende Kabinett um Scott Morrison ist bei Wahlen erst kürzlich abgewählt worden, hauptsächlich wegen seiner katastrophalen Klimapolitik. Das neue Kabinett unter Führung von Premier Anthony Albanese hat die Klimaziele des Landes auf 40% Reduktion bis 2030 angehoben. Klimaneutralität bis 2050 hatte das Land schon zuvor bei der COP26 versprochen, jedoch damals ohne irgendwelche Anzeichen diese einzuhalten. Hoffentlich wird es die neue Regierung auch besser bei der Einhaltung der Menschenrechte von jenen, die gegen Klimawandel und Umweltzerstörung protestieren, machen. Unter Scott Morrison hat die viktorianische Polizei friedliche Demonstranten mit Gummiknüppel auf den Kopf und in den Nacken geschlagen, was lebensgefährliche Verletzungen verursachen kann. Das war 2019 im Rahmen einer Bergbaukonferenz, wenn Amnesty International auch nicht explizit gesagt hat, daß es dabei wohl um die Adani Kohlemine ging (Wir haben berichtet).